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Schritt 2: Nähen

In öffentlichen Nähwerkstätten, verteilt in der Region, werden die Tücher mit freiwilligen Näher und Näherinnen aus der Bevölkerung zu sogenannten „Tuchmodulen“ zusammengenäht. Auch Schulklassen nähen mit. Nicht zuletzt auch die Heimarbeit, die seit März aktiv ist. Ein Tuchmodul besteht aus 4 zugeschnittenen Tüchern. Klettverschlüsse in den Ecken helfen dazu, die Module bei der Auslegung miteineinder zu verbinden.

Ambulante Nähwerkstatt in der Kaplanei Wilen-Wartegg

 

 

Förderverein Warteggpark näht 24 Stunden an der BIGNIK-Vision

 

Seit gestern rattern in der Kaplanei Wilen-Wartegg Nähmaschinen zugunsten der Ostschweizer BIGNIK-Vision. Mit frisch gesammelten Tüchern aus der St.Galler VBSG-Tuchsammelstelle. Lanciert wurde die mehrtägige Nähsession von Ruth Gradenecker, Vereinspräsidentin des Fördervereins Warteggpark. Mit handfester Unterstützung der Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin vom Atelier für Sonderaufgaben, den Vätern der BIGNIK-Idee.

 

Noch bis Donnerstagabend ist die Kaplanei Wilen-Wartegg in eine ambulante Nähwerkstatt umfunktioniert. Insgesamt wird an vier Tagen genäht., 4 mal 6 Stunden. Mitnähen können alle, die Teil der BIGNIK-Vision werden wollen.  Um Warteschlangen zu vermeiden, wird geraten, eine eigene Nähmaschine mitzubringen.

 

Rohmaterial von der VBSG-Tuchsammelstelle

 

Ruth Gradenecker, Vereinspräsidentin des Fördervereins Warteggpark, transportierte das gesammelte Tuch-Rohmaterial vom St.Galler VBSG-Pavillon nach Wilen-Wartegg in die Kaplanei. Flankiert von Frank und Patrik Riklin, den beiden Vätern der BIGNIK-Idee. Die frisch gesammelten roten und weissen Tücher stammen direkt aus der VBSG-Tuchsammelstelle, welche heute von St.Gallen nach Wilen-Wartegg in die Nähwerkstatt der Kaplanei transportiert wurden.

 

An der BIGNIK-Vision mitnähen

 

Kann man das BIGNIK-Tuch mieten? Nein. Das BIGNIK-Tuch gehöre der Region und wird als Gesamtkunstwerk einmal im Jahr ausgelegt, so die Riklins. „Aber wenn der Förderverein Warteggpark ihre Fläche selber näht und mithilft, das Tuch zu vergrössern, um an der Vision dranzubleiben, dann komme es zu einer Zusammenarbeit. BIGNIK ist kein banaler Konsum. Ohne Beitrag gibt es kein BIGNIK.“ Auf dieses Angebot der Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin stieg Präsidentin Ruth Gradenecker sofort ein.

 

 

 

 

Im Mai 2014 fand bereits die 5. Nähwerkstatt vor dem St.Galler Rathaus statt!

Bis jetzt sind schon mehrere Hundert Menschen aus der Region Teil des BIGNIK-Nähprozesses geworden. Insgesamt aber schon über 1000 Menschen, die u.a. den Sammlungsprozess oder die jährliche Auslegung der Tücher unterstützen.

 

Die öffentliche Nähwerkstatt vor dem St.Galler Rathaus beim Hauptbahnhof erwies sich als äusserst guter Nähplatz. Aufgrund hoher Personen- und Passantenfrequenz konnte die BIGNIK-Vision ohne laute Ansage vermittelt werden. Vorbeigehende informieren sich selbstständig, wenn die Logik einer öffentlich-installierten Nähwerkstatt nicht auf Anhieb plausibel genug erscheint. Mit Sicherheit wurde nicht zum letzten Mal vor dem Rathaus genäht. Die Näharbeit geht ja noch ein Weilchen. Genauer gesagt bis 2040!

 

 

Auch in der Kirche Bruggen wurde kräftig genäht!

 

Ein SMALLNIK neben dem BIGNIK

„Zum Glück bin ich nicht Model geworden“, sagt die fröhliche Seniorin in der Kirche Bruggen. „Das ist ja viel anstrengender als Nähen!“ Seit 5 Minuten posieren die Bignik-Tuch-Näherinnen für das Pressefoto. «Etwas mehr links! Jetzt die Tücher heftig schütteln!» Patrik Riklin gibt präzise Anweisungen. Die Frauen geben lachend ihr Bestes. Doch bald werden sie ungeduldig. Schliesslich sind sie zum Nähen in die Kirche gekommen. Und das mit viel Ehrgeiz: 25 Module (Ein Modul besteht aus vier quadratischen Tüchern, je 1,4m auf 1,4m) hat die Kirchgemeinde Straubenzell Frank und Patrik Riklin zugesichert. Inzwischen sind es fast 40 geworden. Und das Nähen geht noch weiter! Am Dienstag, 27. Mai wird genäht bis tief in die Abendstunden. «Ich komme bestimmt wieder» sagen einige fleissig und kreative Frauen. Auch Pfarrerin Kathrin Bolt geniesst die besondere Atmosphäre in der Kirche. «Das Rattern der Maschinen ist wie ein Gebet. Es beruhigt und regt die Leute zu guten Gesprächen an.» Bald werden die vielen genähten Tücher ausgelegt: An Auffahrt will die Kirchgemeinde ihren Gottesdienst auf dem Lindeli feiern und legt dazu die selbstgenähten Tücher aus – sofern das Wetter mitspielt. „Für uns ist es eine grosse Sache, eben ein Bignik! Im Vergleich zu derjenigen Fläche, die beim Picknick der Region ausgelegt wird, feiern wir natürlich nur ein Smallnik“, so die Pfarrerin.

 

 

 

 

Nähwerkstatt vor dem St.Galler Rathaus ist wieder in Betrieb!

Viele Freiwillige unterstützen weiterhin die Idee, nähen Tuchmodule und tragen die BIGNIK-Vision weiter. Ab heute wird wiederum vor dem St.Galler Rathaus genäht. An vier Nähtagen (21., 22., 27. und 28. Mai 2014) verarbeiten Näherinnen und Näher vor dem Rathaus St.Gallen rote und weisse Tücher. Wer Lust hat, kann sich über den Doodle eintragen und einen Nähmaschinen-Platz reservieren.